Bereits im Januar wurde die Debatte über verpflichtende Schulbesuche in NS-Gedenkstätten heftig geführt. Jetzt diskutieren sie Eisenmann und Holter erneut.

Die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) forderte in den Unterricht eingebettete Pflichtbesuche aller Schüler*innen in der 8. oder 9. Klasse (in Bayern ist ein Besuch von Dachau oder Flossenbürg übrigens schon länger Pflicht). Darauf reagierte Helmut Holter, Bildungsminister in Thüringen (LINKE) und KMK-Präsident:

„Wenn der Wunsch der Schülerinnen und Schüler und Klassen besteht, diese Gedenkstätten zu besuchen, dann ist die Bereitschaft, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen viel größer, als wenn sie per Zwang dort hingebracht werden. Ich setze eben auch aus diesem Grund auf die Freiwilligkeit, um tatsächlich eben mit einer großen Motivation und einer inneren Bereitschaft sich diesem Thema zu nähern. Alles Andere würde zu einer Blockade und mehr auch zu einer gewissen Blockade führen, sich mit diesem Thema auseinandersetzen zu müssen.“