Die gute Nachricht: Insgesamt bleibt Deutschland in allen untersuchten Bereichen über dem OECD-Durchschnitt.

Die schlechte Nachricht: Herausragend hat Deutschland bei PISA noch nie abgeschnitten, aber die neuen Ergebnisse sind geradezu besorgniserregend, denn abgesehen davon, dass Schüler*innen aus Deutschland nun wieder schlechter abschneiden, werden einige Problemzonen des Bildungssystems immer gravierender. Allen voran: der Schulerfolg, der noch stärker als früher vom sozialen Status der Eltern abhängt. Das zeigt sich vor allem bei den Lesekompetenzen: Hier haben die sozioökonomisch privilegiertesten Schüler*innen einen Vorsprung von 113 Punkten gegenüber den benachteiligsten Schüler*innen – was vier (!) Lernjahren entspricht.

In den Naturwissenschaften ist die Punktezahl deutlich zurückgegangen, in Mathe sieht es ähnlich aus. Während der Stand bei der letzten PISA-Studie bei 524 Punkten stagnierte, ist die Punktzahl jetzt auf 503 gesunken. Im Vergleich: Einige Regionen Chinas liegen somit fast 90 Punkte vor uns. Durchgehend besser schneiden u.a. auch Kanada, Estland, Finnland, Südkorea und Polen ab.

Des Weiteren steigt der Anteil der „Risikoschüler“ in Deutschland erneut und überdurchschnittlich viele Schulen klagen über Personal- und Ausstattungsprobleme.

Weitere Einzelheiten zu den PISA-Ergebnissen (inkl. Diagramme) kannst du u.a. diesem Beitrag entnehmen.