Vielleicht hast du während deines Eingangspraktikums oder Praxissemesters an deinem Berufswunsch gezweifelt. Aber der Beitrag wird zeigen: Schlimmer geht immer.

Stell‘ dir vor, du bewirbst dich als Schulleiterin an einer Berliner Schule. Stell‘ dir vor, du wirst genommen und beginnst dort deinen neuen Job. So weit, so gut. Stell‘ dir vor: Eines Tages entdeckt deine Sekretärin rein zufällig hinter einem Bild einen Tresor. Einen Tresor, in dem Briefumschläge mit Schülerinnennamen stecken. Jeder Briefumschlag enthält 60 € – Schulgeld, eigentlich. Stell‘ dir vor, du merkst, dass Teile deines Kollegium einfach mal 20.000 € Schulbuchgeld gehortet haben und es jetzt als wohl verstecktes ‚Projektgeld‘ bezeichnen. Stell‘ dir vor: Später entdeckst du auch noch ein geheimes Konto mit über 13.000 €.

Man könnte meinen, das klinge wie in einem Film und wäre schon krass genug – doch das ist nur der Anfang gewesen. Nach großen Summen Bargeld kommt der nächste Fall: gefälschte Statistiken. Klingt vielleicht harmlos. Aber wenn jedes Jahr einfach 450 Schüler*innen anstatt 400 als Teilnehmende am Religionsunterricht und fünf Willkommensklassen statt drei gemeldet werden, bekommt man im Endeffekt fast doppelt so viele Lehrkräfte wie ursprünglich zugeteilt. Das ist mal Teamteaching mit Kriminalitätshintergrund! So viele Lehrkräfte haben jedenfalls wenige Berliner Schulen. Aber auch das war erst Fall 2 von 4. Es folgen: Mobbing und Diskriminierung, und zwar gegen die Schulleiterin persönlich. Sie wurde von Kolleg*innen als inkompetent bezeichnet – weil sie so hohe Absätze trage. Letztlich sei das Mobbing so schlimm geworden, dass andere Lehrpersonen die Anti-Diskriminierungs-Beauftragte des Senats, Saraya Gomis, informiert hätten.

Und nun folgt der letzte ‚Streich‘: Stell‘ dir vor, du kommst als Anti-Diskiminierungs-Beauftragte an eine Schule. Stell‘ dir vor, du wirst dort rassistisch beleidigt. Stell‘ dir vor, eine Lehrperson entwirft für den Ethikunterricht ein Spiel, indem deine eigene Person für Extrapunkte den Auftrag erteile, eine Lehrerin zu erhängen. Und stell‘ dir vor, eine Lehrerin protestiert gegen deinen Besuch: trampelnd, mit Tiermaske und Affengebrüll.

Das Ganze liest sich wie ein schlechtes Buch. Doch für die Vorfälle gibt es Zeugen und Beweise – derzeit wird alles noch umfassend untersucht. Und wer weiterlesen möchte, kann dies hier tun.